Tarifvertrag t-systems kündigungsfrist

Der Staat spielt eine sehr aktive Rolle bei der Weiterbildung insgesamt. Sie dient insbesondere der Verbesserung der Rechtsvorschriften in diesem Bereich für den kollektiven Zugang und den individuellen Zugang, um Unternehmensinvestitionen mitzufinanzieren und die Steuerung des Systems zu erleichtern. Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 veränderte das dreigliedrige Modell grundlegend, da die Verschlechterung der öffentlichen Finanzen implizierte, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer mehr lasten mussten. Darüber hinaus waren sich Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände über die Ursachen der Krise uneins und wollten unterschiedliche Lösungen. Die Arbeitgeber wollten die Wettbewerbsfähigkeit durch Kostensenkungen stärken, während die Gewerkschaften die wirtschaftliche Nachfrage stärken wollten. Die Wirtschaftskrise führte 2010 zum Scheitern des dreiseitigen Dialogs. Im Jahr 2015 hat die luxemburgische Regierung nach der Unterzeichnung eines bilateralen Abkommens mit Arbeitgebervertretern und eines weiteren mit Gewerkschaften die Sozialpartner ermutigt, zur früheren Tradition der dreiseitigen Konsultation des Landes zurückzukehren. Es gibt keine Möglichkeit, von Tarifverträgen abzuwählen, um Löhne unterhalb des tariflichen Niveaus zu zahlen. Eine Ausnahmeregelung ist nur über dem kollektiv vereinbarten Niveau möglich.

Die wichtigsten Verhandlungsebenen liegen auf sektoraler und betrieblicher Ebene. Vereinbarungen auf Sektoraler Ebene gelten zunächst nur für Unternehmen, die den Arbeitgeberverbänden angehören, die die Vereinbarung unterzeichnet haben, aber oft von der Regierung auf den gesamten Sektor ausgedehnt werden – 28 werden derzeit auf diese Weise erweitert, so die Arbeitsaufsichtsbehörde (ITM, « Conventions collectives de travail déclarées d`obligation générale »). Das Arbeitsgesetz legt die Pflichten des kranken Arbeitnehmers sowie seine Rechte fest (LC, Artikel L 121-6). Das Sozialversicherungsgesetz (Buch I des Sozialversicherungsgesetzbuches) regelt das Kranken- und Mutterschaftsversicherungssystem. Der Arbeitgeber muss seinen Arbeitnehmer im Krankheitsfall oder berufsbedingt weiterhin bezahlen und dies bis zum Ende des Monats tun, in dem der 77. Krankheitstag während eines Bezugszeitraums von 12 aufeinanderfolgenden Monaten auftritt – dem Grundsatz der « Lohnfortzahlung » (LFZ). Ab dem Monat nach dem 77. Tag des Krankheitsurlaubs übernimmt der Nationale Gesundheitsfonds (Caisse Nationale de Santé – CNS) vom Arbeitgeber und zahlt Krankengeld an den Krankenstand. Ab diesem Zeitpunkt muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer kein Gehalt mehr zahlen, solange die Leistungen aus dem ZNS gezahlt werden. Auf nationaler Ebene gibt es keine größeren Verhandlungsrunden.

In einigen Sektoren und auf Unternehmensebene mit unterschiedlichen Zeiträumen gibt es Tarifverhandlungen über Löhne und Gehälter. Im Bankensektor und im Versicherungssektor schließen die Sozialpartner in der Regel Tarifverträge für einen Zeitraum von drei Jahren ab. Auf Unternehmensebene werden Tarifverträge oft für kürzere Zeiträume abgeschlossen. Der Tarifvertrag ermöglicht es, die Regelungen des Arbeitsrechts an die Bedürfnisse und spezifischen Anforderungen eines Unternehmens oder einer Branche anzupassen. Jeder Tarifvertrag muß zwischen den Sozialpartnern nach bestimmten Formalitäten ausgehandelt und dem Inspektorat für Arbeit und Bergbau (Inspection du Travail et des Mines – ITM) zur Genehmigung durch den Minister für Arbeit und Beschäftigung vorgelegt werden. Es gibt zwei Arten von Tarifverträgen: (1) Nur Tarifverhandlungen zur Umsetzung einiger EU-Richtlinien. (2) Nein, nur wenige Branchenverbände, die der Arbeitgeberorganisation angeschlossen sind, aber nicht die Organisation als Ganzes.